Manolito | Foto: Thomas Steinlechner

Sag mal: Was versteht man unter „fairen Gagen“, Manolito?

„WIR HABEN DIE EIER FÜR FAIRE GAGEN“ steht groß auf dem Oster-Sujet, das unsere Social-Media Kanäle ziert. Warum? Weil die faire Bezahlung unserer Moderator*innen zu den wichtigsten Eckpfeilern unserer Vermittlungstätigkeit gehört. Wir haben das Thema zum Anlass genommen, Moderator Manolito zu seinem Standpunkt zu befragen.

Manolito, was bedeutet für dich „fair bezahlt zu werden“?
„Fair bezahlt zu werden“ bedeutet für mich, wenn die gesamte Lauf- und Karrierebahn, die jahrelange Erfahrung mit einbezogen wird. Du bezahlst mich nicht für die 2 Stunden, die ich auf deiner Bühne moderiere, sondern für die vielen Jahre die mich eben dort hingebracht haben. Die Sendungen in Radio und TV, die Auftritte, die Fortbildungen, die persönliche Entwicklung, eben das gesamte Abenteuer.
Welche Erfahrungen hast du in deiner Karriere diesbezüglich schon gemacht?
Manchmal wird darauf vergessen, dass dies nicht unser Hobby ist, sondern unser Beruf. Wir bekommen auch kein Benefizbrot beim Bäcker. Ich mach gern mal die ein oder andere Veranstaltung für den guten Zweck, vor allem wenn es um Kinder geht. Häufig aber überwiegen natürlich solche Anfragen, da stell ich dann selbst gern in den Raum: wieviele Tage im Jahr können Sie denn gratis arbeiten? Zudem wird die Vorbereitung, das spezifische Wissen für dieses Event, die vielen Namen der Gäste die man für diesen Abend einstudieren muss – das gesamte Rundherum – unterschätzt. Es ist nicht so leicht vor einem Saal voller Menschen gekonnt aufzutreten, deshalb tun sich ja so viele Menschen dabei schwer.

Was würdest du Auftraggeber*innen empfehlen: woran erkenne ich ein faires Preis-Leistungsverhältnis?
Wenn man sich die Mühe machen will: Brutto-Stunden und Steuerabgaben miteinbeziehen und darauf auf einen Netto-Stundenlohn passend zu der entsprechenden „Größe“ der Aufgabe herunterbrechen. Sprechen wir beispielsweise von einer Abendveranstaltung von 19-23 Uhr für €1.500 Euro, was für manche erstmal viel klingt. Zieht man die Abgaben ab, und rechnet mit einer Vorbereitungszeit von 3-4h (inkl. Briefings) plus An-/Abreise (man soll ja früher da sein), würden wir irgendwo bei einem Netto-Stundenlohn von 70 Euro landen. Dafür muss allerdings der komplette Tag freigeblockt werden, ich kann ja nicht am selben Tag noch weitere Aufträge annehmen. Da sind wir dann bald in einem ganz normalen Bereich jeder Personal-Training-Stunde, jedes Coachings oder anderen Einzel-Dienstleisters.

Warum ist es auch für Moderator*innen so wichtig, sich nicht „zu billig“ anzubieten?
Am Ende des Tages schadet man sich damit selbst, wenn man die Gangart pflegt Kollegen zu „undercutten“. Leider herrscht in dieser Branche eine viel zu Große „jeder-gegen-jeden“-Mentalität, anstatt gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Es sind genügend Events für alle da, Veranstaltungen gibt es im Überfluss und sie werden auch nie ausgehen. Wenn man anstatt Preise zu dumpen, gemeinsam seine ganzen Zunft auf ein besseres Standing heben würde, wäre allen geholfen – auch den Veranstaltern die dann keine „Massenabfertigungs“-Moderatoren mehr auf der Bühne hätten, sondern Leute die sich mit noch mehr Herz, weil auch fair bezahlt, der Sache hingeben. Dazu kann jeder seinen Teil beitragen. Aufgrund meiner vielfältigen Tätigkeiten bin ich in der glücklichen Position nicht jedes Event annehmen zu müssen. Wenn jemand den Preis nicht zahlen will, verstehe ich das absolut – man muss auch ans Veranstalterbudget denken – und dann ist das für mich auch völlig in Ordnung. Dann wünsche ich von Herzen alles Gute für die Veranstaltung.

Anfragen & Buchen:

Sie möchten einen kompetenten Moderator buchen und haben vor, ihn fair für seine Leistungen zu bezahlen?
Dann nehmen Sie noch heute direkten Kontakt mit Manolito auf!

Foto: Thomas Steinlechner

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